Kommunikations-, Steuerungs- und Sicherheitssysteme sind unverzichtbare Bestandteile beim Bau des weltweit grössten Eisenbahntunnels. 800m untertage bedarf es hierfür eines Netzwerks- und Prozessleitsystems mit höchster Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.

Objekt

Sämtliche Verbindungen der Automationsanlagen sind deshalb redundant ausgelegt. Als Lösung zur Überbrückung grosser Distanzen werden Lichtwellenleiter eingesetzt. Das auf Hyperring-Technologie basierende Fiberoptic-Netzwerk verbindet die technischen Einrichtungen verschiedener Gewerke mit dem zentralen Leitsystem. An oberster Stelle stehen hierbei die sicherheitstechnischen Systeme wie Funk, Telefon, Brandmeldeanlage und Videoüberwachung.

Steuerungs- und Überwachungsaufgaben Die Teilbereiche Kommunikationsnetzwerk, Telefonanlage, Funksystem, Brandmeldeanlage, Videoüberwachung und Zutrittskontrollsystem sind im Leitsystem visualisiert und werden mit implementierten Alarmtools in der Leitzentrale an der Bedienstation angezeigt.

Videoüberwachungssystem Das Videoüberwachungssystem ist sowohl zur sicherheitstechnischen und betrieblichen Überwachung sowie auch als reines Informationssystem ausgelegt.

Brandmeldesystem Ein automatisches Brandmeldesystem detektiert Brandausbrüche in der Untertage-Anlage sowie in Gebäuden und Räumen im Freien bereits in der Entstehungsphase.

Telefon- und Funkanlage Telefon und Funk funktionieren unabhängig voneinander und sind über Zentraleinheiten mit dem Kommunikationsnetz verbunden. Auf dem Installationsplatz, in der Leitstelle und im Tunnelbereich werden insgesamt 100 Telefone und 150 Funkgeräte eingesetzt.

Zutrittskontrollsystem Im Baustellenbereich untertage dürfen sich nur Personen aufhalten, welche berechtigt sind und einen auf Distanz elektronisch lesbaren Ausweis tragen. Mittels Zutrittskontrollsystem ist die Leitstelle jederzeit über die Aufenthalte der Personen im Tunnel informiert.

Infrastrukturanlagen
  • Lüftungs- / Klimaanlagen

  • Kälteanlagen

  • Förderanlagen

  • Bahnweichen

  • Brandmeldeanlagen

  • Videoüberwachung

  • Zutrittskontrollsystem

Kommunikationstechnik

  • 35 km Fiberoptic-Netzwerk Hyperring-Technologie, Datenrate 100Mbit/s, 24 Glasfasern Single Mode

  • 50 Switches für Fiberoptic / Single Mode

  • 80 Railswitches

Leittechnik

  • 7 Automationsstationen vom Typ LEICOS ausserhalb des Tunnels auf dem Installationsplatz

  • 17 Automationsstationen vom Typ LEICOS untertage im Tunnelbereich

  • 1 Hauptserver, 1 Redundanzserver

  • 2 Bedien- und Beobachtungsterminals zur Steuerung und Überwachung

  • 1 Beobachtungsterminal für geologische Auswertungen

  • ca. 1’500 MSRL Datenpunkte

  • 400 implementierte Alarme zur Anzeige in der Leitzentrale

Videotechnik

  • 1 Videoserver

  • 5 Sprechstellen zur Anmeldung bei der Leitzentrale

  • 4 Fixkameras auf dem Installationsplatz

  • 8 Dome-Kameras in den Bereichen Schachtkopf, Schachtfuss und Vortriebe

Brandmeldetechnik

  • 7 Brandmeldezentralen

  • 130 Rauchmelder

  • 40 Alarmgeber

Zutrittskontrolltechnik

  • 1 Zutrittskontrollsystem-Server

  • 10 Zutrittskontrollterminals mit Funktechnologie

  • 5 Sicherheitsschleusen inkl. Lichtschranken

  • 800 aktive Zutritt-Batches

Funktechnologie

  • 1 Funkzentrale mit Leitstelle

  • 11 Sende- und Empfangsstationen

  • 150 Funkgeräte

Telefontechnik

  • 4 Telefonzentralen mit Voice over IP

  • 60 Telefonapparate Fixanschluss

  • 40 Telefonapparate Baustelle

Managementebene

2 Leitrechner-Server mit APROL (Redundanzbetrieb) und 6 Visualisierungsstationen (X-Terminal / Windows PC). Wir finden hier ein Netzwerk mit Fast Ethernet Backbone und Hyperring-Redundanz inkl. Netzwerkvisualisierung vor. Ca. 100 Prozessbilder erlauben einen bedienerfreundlichen Zugriff.

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